Im Gespräch mit Anni Flittner

Auf dem Kandidatenbild der Aktiven Bürger sieht man dich mit einer Akustikgitarre. Was verrätst du damit über dich?

Dass ich gerne Musik mache, auch gerne mit anderen zusammen in unserem Ensemble. Ich bin ja Späteinsteigerin und möchte mir selbst damit etwas Gutes tun, auch weil es gut für meine geistige Fitness ist.

Wie bist du nach Emersacker gekommen?

Ich stamme eigentlich aus der Münchner Umgebung. Wir haben mit meinem damaligen Mann ein Haus gesucht und sind zufällig hier in Emersacker fündig geworden.

Was hat Dich bewogen, Mitglied der Aktiven Bürger Emersacker zu werden?

Ich hatte immer schon Interesse am Gemeindeleben, beteilige mich daran auch gerne in meiner Tätigkeit als Schülerlotse, als Mitarbeitende und Kursteilnehmerin im Sportverein sowie in der Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde. Deshalb habe ich mich in den Grundsätzen der Aktiven Bürger und auch dem aktuellen Wahlprogramm wiedergefunden. Als mich dann mein Nachbar Ralph angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte Mitglied zu werden, habe ich gerne zugestimmt.

Welche Aufgaben unseres Gemeinderats siehst Du als die wichtigsten der nächsten Jahre?

Er muss den demographischen Wandel im Auge haben und dementsprechend aktiv werden und darauf eingehen. Man muss den Bürgern das anbieten, was sie brauchen. Eine Nachbarschaftshilfe wäre notwendig für die Älteren, ein Angebot für einen Seniorentreff, aber auch einen generationenübergreifenden Spieletreff, an dem sich nicht nur „die Alten“ beteiligen.

Wichtig ist auch, dass im Dorf eine gute Atmosphäre herrscht, dass zwischen den Vereinen gesprochen wird.

Auf die Anliegen der Bürger soll eingegangen werden, d.h. es sollte von Zeit zu Zeit Bürgerbefragungen geben, damit sicher ist, dass die Entscheidungen nicht nur gut gemeint sind, sondern auch von den Bürgern gewünscht.

Reise mit uns in die Zukunft, sagen wir ins Jahr 2025. Wie sollte das Leben auf dem Land, also z. B. in unserem Emersacker dann aussehen?

Es ist mehr Infrastruktur vorhanden, d.h. ein Dorfladen mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten und eine Apotheke. Eine Hausarzt- und eine Physiotherapiepraxis bestehen weiter.

Der Schlossplatz ist die Dorfmitte, wo alle Angebote zu finden sind. Der Platz ist mit ansprechenden Mustern gepflastert und von schönen Laternen beleuchtet. Man sieht bepflanzte Blumenkästen zwischen Sitzbänken, die zum Ausruhen einladen.

Es gibt ein kleines Cafe, eine Einkehrmöglichkeit, ein Mittags- oder Frühstücksangebot, wo man sich mit gleichgesinnten verabreden und treffen kann.

Es gibt einen öffentlichen Nahverkehr, der zur Benutzung einlädt.

Der ländliche Charakter ist erhalten geblieben, die Felder werden von den Bauern bewirtschaftet, meist sogar ökologisch und es gibt wieder mehr Viehhaltung auf den Weiden.

Die heimischen Bauern verkaufen ihre Erzeugnisse auf dem Wochenmarkt, der das Angebot des Dorfladens ergänzt.

Es gibt eine Tauschbörse für Dienstleistungen, z.B. Gartenarbeiten, kleinere Reparaturen im Haushalt, Betreuung etc.

Gib zu – und das wolltest du doch schon immer mal sagen:

Wich ärgert, dass wir zwei Einkaufsmöglichkeiten am Ort haben, die aber beide am Nachmittag geschlossen haben. Es wäre doch schön, wenn man z.B. einfach mal spontan nachmittags die Kinder zum Eisholen schicken könnte!

Liebe Anni, ich danke Dir für dieses Interview!


www.aktive-buerger-emersacker.de