Im Gespräch mit Angelika Kienberger

Liebe Angelika, ich grüße dich. Schön, dass du Zeit gefunden hast, für ein Interview für die Aktiven Bürger zur Verfügung zu stehen.

Gerne.

Auf dem Flyer der Aktiven Bürger sieht man dich auf einem Bild mit einem Stapel Bücher. Was verrät Du uns damit über dich?

Ich würde sagen, dass ich damit über mich verrate, dass ich gerne lese. Ich bin eine richtige Leseratte, ich lese vor allem gerne Belletristik.

Und dein Büchertipp momentan, was würdest du deinen Mitstreitern empfehlen?

Momentan würde ich Rita Falk empfehlen, die Eberhoferkrimis, die sind zum Schlapplachen, zum Niederknien komisch.

Jetzt wissen wir schon eine ganze Menge mehr über dich. Was unsere Leser nun ineressieren würde, ist, wie bist du denn nach Emersacker gekommen?

Dass es jetzt genau Emersacker geworden ist, das ist ein bisschen Zufall gewesen. Michi und ich wollten auf jeden Fall dringend aufs Land. Wir kommen beide aus München, aus der Innenstadt, und wir wollten eigentlich so Richtung Allgäu; es sollte auch nicht zu weit weg von München sein und dann sind wir auf Emersacker gestoßen und das war dann Liebe auf den ersten Blick.

Oh, das hört sich gut an! Das war, wenn mich nicht alles täuscht, 1991?

Ja, genau!

Und ungefähr 10 Jahre später haben sich die Aktiven Bürger Emersacker gegründet. Wie bist denn du damals zu den Aktiven Bürgern Emersacker gestoßen, warum hast du da mitgemacht? Du bist ja, glaube ich, sogar Gründungsmitglied.

Ja, ich bin Gründungsmitglied. Ich bin damals von den Leibs rekrutiert worden, die haben mir von der Gründungsveranstaltung erzählt, dass es in Emersacker eine zweite Kraft geben soll als Alternative zu der bestehenden einen Liste und es ging natürlich auch um das Theme Mobilfunk, das war damals ganz aktuell.

Und du hast dich gleich richtig toll engagiert.

Oh ja, ich bin gleich Schriftführerin geworden.

Und das hast du dann wie lange gemacht?

Kann ich gar nicht so genau sagen, etwa drei Jahre vielleicht.

Birgit hat dann irgendwann übernommen, oder.

Ja, genau, weil sie damals die Berichte aus den Gemeinderatssitzungen geschrieben hat und ich dachte, dass ihr deshalb das Amt des Schriftführers gebühren würde, deshalb habe ich mein Amt damals an Birgit abgetreten.

So, jetzt gehen wir mal ein bischen in die Politik. Welche Aufgaben des Gemeinderates siehst Du als die wichtigsten der nächsten Jahre?

Ähm ... wichtig wäre natürlich der sparsame Umgang mit den Ressourcen, mit den finanziellen und mit den sonstigen Ressourcen, also sprich mit dem was wir hier an Grünbestand und Bäumen haben, als auch mit der Bausubstanz, dass man da sorgfällig mit umgeht und nicht einfach alles plattmacht. Und wichtig fände ich auch die Belebung der Ortsmitte, insbesondere des Schlossplatzes ...

... der ja schon einen ganz schönen Markt hat ...

Ja, stimmt. Was ich sehr schön fände, wäre, wenn dieser Platz "italienischer" werden würde, also sprich ein Brunnen, Bänke, Bäume ...

kein Parkplatz?

... genau, kein Parkplatz, sondern ein Platz der zum Verweilen einlädt.

Reise mit mir in die fernere Zukunft, nehmen wir mal 2025. Wie sollte das Leben auf dem Land, also zum Beispiel hier in Emerscker aussehen?

Auf jeden Fall sollte Grundremmingen abgeschaltet sein. Das fände ich schon mal sehr wichtig. Ein Großteil der Energie sollte dann "grün" gewonnen werden, auch in Emersacker. Es sollte dann auf jeden Fall grüner sein, sowohl umweltpolitisch als auch wirklich von der Umgegung her. Aber wahrscheinlich hat sich gar nicht so viel geändert, 2025, das ist ja schon in 11 Jahren.

Na ja, wenn man sieht, wie sich das mit den Handys geändert hat in der letzten 10 Jahren, das kann schon auch ganz schnell gehen. Gibt's noch Autos?

Das nehme ich schon mal an, vielleicht gibt's ein paar E-Mobile, vielleicht gibt's Mitfahrzentralen und die Leute fahren gemeinsam in die Arbeit.

Dann komme ich zur letzten Frage. Gib zu, das wolltest du immer schon mal sagen:

Carpe Diem

Liebe Angelika, ich danke dir für das Interview.


www.aktive-buerger-emersacker.de